Der dorische Tempel
der dorische Tempel von Segesta - eines der schönsten Bauwerke auf Sizilien
Mit seinen 6 x 14 Säulen, auf einer Fläche von 23 x 58 Meter, steht dieses Bauwerk außerhalb des ehemaligen Stadtgebietes von Segesta. Ein Altar und die Cella wurden nie gebaut, und die Bossen an den Blöcken der Krepis
bestätigen, dass der Tempel nicht fertig gestellt wurde. Sicherlich ein Zeugnis der instabilen politischen Lage im letzten Viertel des 5. Jahrhunderts v. Chr. Uns hat dieses Bauwerk besonders beeindruckt, da es frei zugänglich ist und dem Besucher der Zutritt nicht durch Absperrungen verwehrt wird.
Kurzer geschichtlicher Abriss
Segesta war eines der bemerkenswertesten Entwicklungszentren der elymischen Zivilisation. Das elymische Volk soll aus Trojanern, welche sich mit den Sikanern aus Sizilien vermischten, entstanden sein. In sehr kurzer Zeit wurde Segesta unter den elymischen Städten die Reichste und Blühendste. Sie war der Sammelbecken der Güter, mit denen gehandelt wurde. Es bestand eine jahrhundertealte Rivalität mit Selinunte . Um 409 v. Chr. rief Segesta Karthago zu Hilfe, die bei dieser Gelegenheit nicht nur Selinunte, sondern auch Agrigent, Himera, und Gela zerstörten. Nachdem Segesta von Dionysios I. belagert wurde, kam die Stadt unter die Herrschaft des Agathokles und später unter die des Pyrrhus. Segesta war die erste Stadt, die im ersten punischem Krieg zu den Römern überlief. Deshalb wurde sie als freie, immune und unabhängige Stadt behandelt. Dennoch begann ein langsamer Prozess des Zerfalls der im späten Mittelalter mit der Zerstörung durch die Vandalen endete.
der Weg zum Tempel - fertiggestellt wurde er nie
welch eine Kulisse - das Theater auf dem Monte Barbaro
Das Theater
Am Nordhang des Monte Barbaro findet man das Theater aus der zweiten Hälfte des 2.Jh. v. Chr. Es ist relativ gut erhalten und die Kulisse verschlägt dem Besucher fast die Sprache. Beeindruckend ist der zum Teil aus dem Felsen gehauene Zuschauerraum, welcher durch Korridore die Sitzreihen bis
hinunter zur Bühne teilt. Auch heute noch gibt man dort Aufführungen im damaligem Stil. Zu erwähnen wäre noch, dass der Aufstieg auf den Monte Barbaro bei heißem Wetter recht mühsam und beschwerlich ist. Vom Parkplatz fährt ca. alle 15 Minuten ein Bus hinauf.