Schon zur Römerzeit eilte der Stadt ihr Ruf aufgrund der Thermalquellen voraus. Die therapeutischen Eigenschaften waren weit im Mittelmeerraum bekannt. Der Ursprung der Stadt geht auf die Kolonisierung Selinuntes zurück. Damals war Sciacca unter dem Namen "Termae Selinuntinae" und später unter "Aquae Larodes" bekannt. Der heutige Name der Stadt ist aber mit Sicherheit arabischen Ursprungs. Sie nannten die Stadt "Xacca", welches wieder vom lateinischen ex aqua stammt.
Die neue Therme - so seltsam es klingt, aber die neue Therme ist mehr als 1000 Jahre alt
Die Altstadt von Sciacca ist von einer Stadtmauer mit mehreren Toren um- geben. Die "Porta Palermo" mit dem sizilianischen Adler, hier links im Bild, war Ausgangspunkt einer der wenigen Fahrstraßen die es damals auf der Insel gab. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende "Porta Salvatore" ist mit filigranen Verzierungen geschmückt.
Porta Palermo
Porta Salvatore
Durch dieses Tor hindurch gelangt man über die Prachtstraße, dem Corso Vittorio Emanuele zum Piazza Angelo Scandaliato, dem allabendlichen Treffpunkt für Jung und Alt.
vom Corso Vittorio Emanuele führt der Weg zur Piazza Angelo Scandaliato - hier ist jeden Abend jeder unterwegs, der gesehen werden will
Die Altstadt von Sciacca ist ein Fußgängerrevier mit schmalen Gassen, die kaum breit genug sind, dass zwei sich begegnende Leute aneinander vorbeikommen. Man findet unzählige kleine und große Kirchen, Paläste aus den Zeiten der römischen Herrschaft und aus der Zeit der Normannenherrschaft. Um einen kleinen Einblick über die Vielfalt der herrlichen alten Gebäude zu vermitteln, sind folgend einige Bilder zu sehen.
Basilika San Calogero
Palazzo San Giacomo
Palazzo Steripinto
Palazzo Bertolino
Castello dei Luna
Chiesa di Sant' Agostino
Palazzo Scaglione
Palazzo Argomento / Porello
Chiesa del Carmine
Nun mag jetzt der Eindruck entstehen, ich würde während meines Urlaubs auf Sizilien nur auf Sightseeing gewesen sein. Wer im Hochsommer hierher kommt, dem ist es sicher ein Bedürfnis, sich an einem schönen Strand beim Baden zu erholen. Und auch hier habe ich einen Favoriten gefunden, ganz in der Nähe von Sciacca, am Capo San Marco. Schon wenn man die kleine Straße aus der Stadt Richtung Meer kommt, wird man vom Anblick einfach überwältigt. Eine malerische Bucht, sauberes Wasser so blau das es einem schon kitschig erscheint, und eine mit Nichts zu vergleichende erholsame Ruhe habe ich hier vorgefunden.
Capo San Marco - um diese Jahreszeit ist das viele Grün schon verbrannt
Tag und Nacht hört man hier das Meer. An manchen Tagen ist es ruhig und fast ohne Bewegung, sodass man die Fische sehen kann, und an anderen Tagen gibt es hohe Wellen, die einen Aufenthalt im Wasser zu einem riesigen Spaß machen. Alle, die keinen Animateur brauchen um Spaß am Strand zu haben, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.
An Ferienwohnungen und Appartements mangelt es auf Sizilien gewiss nicht. Das besondere Glück zu haben, seinen Urlaub in einer Ferienwohnung zu verbringen die meine Familie und ich zur Verfügung hatten ist dann doch das sprichwörtliche Tüpfelchen auf dem I.
schade das man das Meer nicht rauschen hören kann
Das Grundstück direkt am Meer, Temperaturen die uns Mitteleuropäern angenehm sind und vor allem anderen die Zuvorkommendheit unserer Gastgeber rundeten alles zu einem echten Erlebnis ab.
der Innenhof unserer Ferienwohnung
An dieser Stelle möchte ich mich auch im Namen meiner Familie beim Eigentümer der Ferienwohnung, der Familie D`Amico, bedanken. Besonders bedanken möchten wir uns bei Signora und Signore Falco, die "guten Geister" vor Ort. Wann immer wir einen Rat brauchten oder eine Frage hatten, wurde uns geholfen.
Sie zeigten uns wo man am besten Wein und Olivenöl kauft, waren hilfreich bei der Auswahl und Planung unserer Ausflüge und unsere Junioren bekamen Tipps und Tricks fürs allabendliche Angeln. Resümierend kann ich sagen, dass wir jederzeit wieder hier unsere Ferien verbringen würden. Sizilien hat uns mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten, der vielen tausend Jahre alten Kultur dieses Landes und vor allem mit den Menschen die hier leben, seinen Stempel aufgedrückt.